Wie stelle ich mich in den Netzwerken richtig dar?

Azubiblog am 01.09.2016

Das Internet bringt bekanntlich eines besonders mit sich: Informationen! Genauso tragen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram dazu bei, dass diverse Informationen gesammelt und  verwertet werden können- und zwar über euch! Das wissen selbstverständlich auch viele Arbeitgeber, wenn sie eure Bewerbungen vor sich liegen haben.
Aufgrund dessen stellt sich die Frage: „Wie verhalte ich mich also in sozialen Netzwerken, dass meine Ausbildungssuche oder Jobsuche dadurch nicht beeinträchtigt wird?“

An sich verstehe ich, wenn ihr irritiert seid, dass ihr euch in eurem privaten Bereich etwas einschränken solltet. Denkt dennoch daran, das Internet ist für alle frei zugänglich, einschließlich Personaler. (Googelt euch selber und ihr werdet sehen, was die Treffer ergeben.)
Allerdings bieten gewisse soziale Netzwerke, z. B. Facebook, Vorkehrungen an, wie ihr eure Seite vor unerwünschten Klicks und Aufrufen schützen könnt. Nutzt diese Einstellungen und begrenzt dadurch den Zugang zu eurer Seite und somit zu euren  privaten Angelegenheiten.
Gegebenenfalls solltet ihr auch gewisse Posts und Bilder, die euch in etwas ungünstigem Licht darstellen, gänzlich löschen. Ihr wisst bestimmt, was ich meine: Der exzessive Partyurlaub auf „Malle“ und Co. sollen einem schließlich nicht zum Verhängnis werden.

Verständlicherweise denkt man sich im ersten Moment: „Es sind doch nur Fotos! Die sagen doch nichts über mich aus.“ Ihr dürft jedoch nicht vergessen, dass man gerne dazu neigt, zu interpretieren und seine eigenen Theorien zu spinnen. Das ist ein unbewusster als auch unterbewusster Vorgang. Denkt mal darüber nach: Wir haben alle schon ein Foto betrachtet und Schlüsse über die abgebildete Person oder Situation gezogen, obwohl wir die Umstände überhaupt nicht kannten. Ein Foto hält eben nur einen Moment fest. Trotzdem bilden wir uns unsere Meinung.
So ist es durchaus möglich, dass der  Personaler, wenn er auf Facebook und Co. fündig wird,  eine Anmerkung zu einem Bild/Post etc. macht oder eine Frage dazu stellt (Gleichzeitig hat er die Möglichkeit, herauszufinden, wie ihr auf unvorhergesehene oder auch unangenehme Situationen reagiert.). Oder er spricht dies überhaupt nicht an und vergleicht eure Präsentation im Vorstellungsgespräch mit eurem Auftreten in sozialen Netzwerken, um zu erkennen, ob das Bild stimmig ist.
Trotz meines langen Plädoyers, keine Panik. Wenn ihr euch gut vorbereitet und souverän auftretet, signalisiert ihr nicht nur eure Kompetenz sondern auch ernsthaft bestehendes Interesse an dem Ausbildungsplatz. Ich möchte euch ausschließlich darauf hinweisen, dass solche Situationen tatsächlich vorkommen und ihr es in euren Hinterköpfen behaltet.
Tipp: Versetzt euch einfach in die Lage: Ihr seid bei einem Vorstellungsgespräch und ihr werdet zu einem Post/Foto/Like befragt. Wie würdet ihr im ersten Moment reagieren? Roter Kopf? Betretendes und peinliches Schweigen? Ihr versucht eine Antwort zu stammeln? Ihr habt gar keine Antwort? Oder: Ihr lächelt und könnt ganz souverän darauf antworten.

Doch auch die Arbeitswelt folgt dem Trend und hat sich das Prinzip der sozialen Netzwerke und deren Vorteile zu Nutze gemacht. So sind spezielle Internetplattformen entstanden, die Bewerber und Unternehmen zusammenführen. Dazu gehören z.B. „Xing“ und „LinkedIn“. Wenn ihr auf diesen Netzwerken ein Profil angelegt habt (in diesem Fall veröffentlicht ihr beispielsweise euren beruflichen Werdegang), könnt ihr Kontakte knüpfen, indem entweder ihr mit Personaler von Unternehmen Kontakt aufnehmt oder ihr werdet von ihnen kontaktiert.
Solche Internetplattformen sind generell für beide Parteien nützlich. Für Unternehmen vereinfacht es z. B. das Recruiting, weil sie gezielt Bewerber, die ihr Interesse geweckt haben, kontaktieren können und nicht erst auf Bewerbungen warten müssen. Für euch als Bewerber erleichtert sich beispielsweise  derweil der Bewerbungsprozess, da ihr euren Lebenslauf einfach online stellen könnt.

Fazit: Mit dem richtigen Umgang und Know-how bietet euch das Internet viele Alternativen und Chancen nicht nur für euren Ausbildungsplatz, sondern auch für euren späteren Job. Nutzt diese, aber vernünftig. 🙂

Liebe Grüße aus München

Alina

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