Personaldienstleistungskaufmann – Ausbildung und Arbeitsalltag

Azubiblog am 01.04.2014

Personaldienstleistungen schließen alle Leistungen ein, die mit Beschaffung, Auswahl und Entscheidung von Mitarbeitern zu tun haben. Personaldienstleistungskaufleute befassen sich demnach vorrangig mit der Beschaffung von Personal für verschiedene Kundenunternehmen. In erster Linie zielt der Beruf auf die Beschäftigung bei einem Personaldienstleistungsunternehmen (Zeitarbeitsunternehmen) als Personaldisponent ab.
Der PDK ist dafür zuständig, Arbeitssuchende für einen kürzeren oder längeren Zeitraum in ein Unternehmen zu vermitteln. Dafür besucht er das Unternehmen, um die Arbeitsumgebung und die Verhältnisse zu analysieren und ein genaues Anforderungsprofil zu erstellen. Er publiziert für das jeweilige Kundenunternehmen Stellenausschreibungen in allen möglichen Medien, um Bewerber zu akquirieren. Daraufhin wird das Bewerberprofil mit den Anforderungen des Unternehmens abgeglichen. Die besten Bewerber werden gefiltert und meist zu einem klassischen Vorstellungsgespräch mit dem PDK eingeladen.
Wenn der Bewerber alle Hürden überwunden hat, kümmert sich der Personaldienstleistungskaufmann in Übereinkunft mit dem Kunden (dem Unternehmen), auch um das Aufsetzen des Arbeitsvertrags.
Die Ausbildung zum PDK umfasst eine Lehre von drei Jahren und endet mit der Prüfung vor der IHK. Zum ersten Mal legten Auszubildende in dem Beruf diese Prüfung 2010 ab. Für sie und ihre Nachfolger sehen die beruflichen Perspektiven sehr gut aus, da es der erste Ausbildungsberuf für den Personalbereich ist.
Während der Ausbildung werden viele Kenntnisse für den späteren Arbeitsalltag vermittelt, wie zum Beispiel die Fähigkeit, Menschen im Bereich der Personalgewinnung für sich zu begeistern. Außerdem lernt man wichtige Kriterien für die Personalauswahl, sammelt Erfahrungen in der Bewerberberatung und der Einsatzplanung von Mitarbeitern. Auszubildende werden darin geschult, gezielt Informationen über Berufe zu beschaffen und auszuwerten sowie Arbeitsmarkttrends und Veränderungen von Berufsfeldern zu beurteilen. Als künftiger PDK wird man in der Auftragsakquise ebenso wie im Marketing geschult. Der Erwerb von Kompetenzen wie Kommunikation und Kooperation, zum Beispiel im Konfliktmanagement, sowie in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle und in der berufsbezogenen Rechtsanwendung, rundet die Lerninhalte ab. Seit 2010 gibt es zusätzlich den Personaldienstleistungsfachwirt als staatlich anerkannter Fortbildungsberuf, bezogen auf den PDK.

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