Ein kleiner Rückblick in einen spannenden und prägenden Zeitabschnitt

Azubiblog am 23.04.2014

Hallo, mein Name ist Heidi Kärger. Ich bin seit Juli 2013 als Personalsachbearbeiterin im Personalreferat der diwa in München tätig. Wie ihr euch denken könnt, musste aber auch ich erst einmal diesen Beruf erlernen und möchte euch hiermit einen kurzen Rückblick in meine Ausbildungszeit bei diwa geben.
Nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf der Tiermedizinischen Fachangestellten nicht mehr ausüben konnte, wurde mir die Möglichkeit einer 2-jährigen Umschulung angeboten. Bei meinen Recherchen nach einem Ausbildungsbetrieb und der geeigneten beruflichen Perspektive bin ich schließlich bei diwa in der Personaldienstleistungsbranche fündig geworden und trat so im September 2011 meine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau an. 
Als ich mich im Vorfeld über das Berufsbild informierte, traute ich mir die damit verbunden Tätigkeiten kaum zu. Offen auf fremde Menschen zuzugehen, frei vor diesen zu sprechen, eine Firma und deren Dienstleistungen bei potentiellen Kunden vor Ort zu präsentieren sowie für die weitere berufliche Entwicklung von Menschen verantwortlich zu sein, ließ mich zögern. 
Nach umfassender Recherche und meinem Bestreben, diejenigen zu unterstützen, die eine neue berufliche Herausforderung suchen, aber es möglicherweise aus eigenen Kräften nicht schaffen, war ich mir sicher, das möchte ich lernen. 
Da ich die auf 3 Jahre ausgerichtete Ausbildung innerhalb von 2 Jahren absolvieren musste, sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich ein sehr straffes Lehrprogramm vor mir hatte. 
Begonnen habe ich meine Lehrzeit am Empfang. So erhielt ich einen groben Überblick über die Organisation von diwa und die Anzahl sowie Verteilung der Niederlassungen in ganz Deutschland. 
Mitte September ging es dann in die Berufsschule. Dort waren die ersten 4 Wochen gespickt mit Themen wie Privat-, Arbeits- und Sozialrecht, betriebswirtschaftlichen Grundlagen sowie den Grundzügen der Lohnabrechnung. Da tat es gut, im Anschluss daran erst einmal wieder in die Arbeit zu gehen, um praktisch tätig zu werden. Während dieser Zeit in der Sachbearbeitung gewann ich Einblicke in die Personalverwaltung und –abrechnung. 
Die nächste Abteilung war die Personaldisposition – sozusagen der eigentliche Tätigkeitsschwerpunkt von Personaldienstleistungskaufleuten. Bei diwa im Speziellen in den Fachbereichen Gewerbe&Technik, Office&Management, Engineering, Gesundheitswesen und Pädagogik&Sozialwesen. Hier führte man mich in die Basics zum Schalten von Stellenanzeigen und dem Schreiben von Kandidatenprofilen ein. Des Weiteren begleitete ich erste Bewerbungsgespräche, kommunizierte mit Bewerbern und erstellte Arbeitsverträge.
Anschließend folgte die praktische Ausbildung bei Management Services. Diese Abteilung von diwa unterstützt die einzelnen Geschäftsstellen bei der Faktur (Rechnungsstellung), erstellt Formulare, Vorlagen, Arbeitsanweisungen und Informationsschreiben und ist Ansprechpartner bei Fragen rund um die EDV.
Zu Ende meines 1. Ausbildungsjahres kam ich in die Finanzbuchhaltung. Ich, als buchhalterisch fast unbeschriebenes Blatt, musste erst einmal die Grundlagen verinnerlichen. Was ist der Unterschied zwischen Kreditoren und Debitoren? Wie ist eine Bilanz aufgebaut? Was sind die Erfolgskonten?
Danach stand die Lohnbuchhaltung auf meinem Ausbildungsprogramm. Hier wurden die Aufgaben der vorbereitenden Lohnabrechnung erläutert sowie das anschließende Erstellen von Probeabrechnungen und Korrekturen fehlerhafter Datensätze. 
Mit dem 2. Lehrjahr wurde dann auch schon das Prüfungsjahr bei mir eingeläutet. Ich kam erneut in die Personaldisposition, um meine praktischen Kenntnisse zu festigen und weitere Erfahrungen zu sammeln. In diesem Zusammenhang wurde mein bisheriges Wissen erst einmal auf den Prüfstand gestellt. Zu meinem täglichen Handwerkszeug gehörte hierbei vor allem unser Tarifvertrag, mit dem man sich täglich auseinandersetzt, ebenso wie mit Neuerungen im Arbeitsrecht. 
In dieser Zeit besuchte ich zusammen mit erfahrenen Kollegen auch eine Messe, um aktiv Kunden zu akquirieren. Das war eine spannende Angelegenheit, ganz anders im Vergleich zum Erstkontakt über das Telefon. Ich war von mir selbst überrascht, wie offen ich auf Leute zugehen kann. 
Mit meinen 2-jährigen Ausbildungskenntnissen konnte ich meine Kollegen gut unterstützen. Insgesamt, habe ich festgestellt, dass einem während der Lehrzeit eine breite Palette an Wissen und Kenntnissen vermittelt wird. Angefangen von der Korrespondenz mit Kunden, Bewerbern und Mitarbeitern, über das Schalten von Stellenanzeigen, das aktive Recruiting bis hin zum Erstellen von Kandidatenprofilen und Angeboten inklusive Kalkulation. 
Darüber hinaus durfte ich Schritt für Schritt selbstständig Kandidaten zu Vorstellungsterminen einladen und sie interviewen. Zusammen mit meinen Kolleginnen akquirierte ich zudem neue Kunden, nahm Kundenbesuche wahr und plante die Einsätze von Mitarbeitern. Übergreifende Themen waren z.B. Gesprächsführung, Konfliktsituationen und das Beschwerdemanagement.
Die von diwa angebotenen firmeninternen Seminare, wie eine Marketing-, Vertriebs- und Arbeitsrechtsschulung für Auszubildende kombinierten die theoretischen Kenntnisse mit der praktischen Anwendung bei diwa. Das, finde ich, ist gut gelungen. 
Unter dem Leitsatz „Auszubildende sind bei uns, um etwas zu lernen und sich auf Ihre berufliche Zukunft vorzubereiten“, konnte ich in alle relevanten Abteilungen der Geschäftsstelle und Hauptverwaltung Einblick erhalten. 
Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, welche mir hier geboten wurden ebenso für die Azubi- Betreuer und Kollegen, die mir bei Fragen allzeit zur Seite standen. 
Die Zeiträume von bis zu 4 Monaten in den jeweiligen Abteilungen, ermöglichten mir, mich gut in bestimmte Arbeitsabläufe und Prozesse einzuarbeiten und diese nach und nach zu übernehmen und selbstständig auszuüben. 
Zudem habe ich festgestellt, dass diese Ausbildung so viele spannende Aufgabenfelder bietet, welche den Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich gestalten. Dieser besteht zu einem Großteil aus dem Kontakt zu Menschen. Kommunikation ist also alles und die täglich wechselnden Herausforderungen und neuen Situationen lassen keine Monotonie aufkommen 
Ich kann diesen Beruf denjenigen empfehlen, welche sich eine abwechslungsreiche Beschäftigung wünschen. Und Abwechslung hinsichtlich Vertrieb, Dienstleistung und Administration bevorzugen. Das findet man, meiner Einschätzung nach, nur in wenigen Berufen.

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